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Klein und fein: Avocado-Spargel-Tintenfisch-Tartar

Gewürfelt, gerieben, geraspelt, gehackt, geschnitten, gestiftet. Es gibt so viele Möglichkeiten Lebensmittel zuzubereiten und damit die Individualität einer Zutat hervorzuheben. Manchmal braucht es nicht viel Würze, gerade im Frühling, wo die Natur uns mit einer Geschmacksvielfalt und -tiefe verwöhnt, da mag ich es sehr gern, die Einfachheit hervorzuheben. Heute also grün pur.

Feine Scheiben garen schneller, behalten ihr Aroma und zergehen ganz sanft auf der Zunge. Kleine Würfeln mischen sich hervorragend mit den dazu gegebenen Aromen und regen dazu an, jeden kleinen Bissen bewusst zu schmecken und zu genießen. Diese beiden Zubereitungsarten sind gerade meine Lieblinge, nicht nur, weil die Garzeit kurz ist und ich abends nach Feierabend so schnell ein köstliches Gericht auf dem Teller habe, sondern weil ich es spannend finde, wie ganz einfache Zutaten ihren Geschmack entfalten.

Hier heute also ein Tartar, das nicht zuletzt durch die Anrichtung im Glas meine Sympathie erntet. Einfach mariniert mit Zitronensaft, Olivenöl und etwas Kreuzkümmel schmiegen sich Avocado, grüner Spargel und Tintenfisch genüsslich aneinander. 

Draußen fing es an zu schütten. Wie an lauen Sommerabenden habe ich die frische, erdige Luft genossen und mich mit meinem Verrine-Glas auf dem Balkon gesetzt und genossen. Die frische Luft, die klaren Strukturen in meinem Glas, die natürlichen, unverfälschten Essenzen auf meiner Zunge. Fast vollkommene Natürlichkeit. Fast daher, dass die Zutaten nicht roh, sondern gekocht waren. Ich tue meinem Magen nichts Gutes, wenn ich direkt vom Baum esse sozusagen. Aber wer es verträgt, immer nur zu, es gibt geschmacklich einiges zu entdecken, wenn man Lebensmittel in seiner Urform probiert. Rohes Jakobsmuschel-Sashimi habe ich letztens serviert bekommen mit einem Tropfen Sesamöl und frischem Ingwer, einen grünen Salat mit Thunfischcarpaccio und simpler Vinaigrette gab es letzte Woche beim Portugiesen. Beides sehr lecker und keineswegs “fischig” wie man es sich vorstellt.

Aus den USA schwappt auch gerade die “Raw Food” Bewegung herüber, die sogar schon rohe Pizzakreationen hervorgebracht hat. Mich fasziniert und inspirieren solche neuen Experimente, aus geschmacklichen und gesundheitlichen Gründen gleichermaßen. Wäre ein Dehydriergerät nicht so kostspielig, hätte ich große Freude daran mir Zucchini-Wraps oder Karottenpapier mit Blüten zu zaubern. Geschmacklich mit Sicherheit innovativ und optisch hübsch (ich mag schöne Dinge: insbesondere Farben, Punkte, Blüten und Ornamente). Dann spar ich also noch ein bisschen und erfreue mich vorerst an dieser Kreation:

Zutaten für 2 Gläser:

  • 6 Stangen feinen grünen Spargel (am Besten Bioanbau aus Deutschland, wenn wir hier schon von Natürlichkeit sprechen)
  • 1 reife Avocados, fein gewürfelt
  • 2 Frühlingszwiebeln, fein geschnitten
  • 2 Dosen Tintenfisch in Olivenöl (aus nachhaltiger Fischerei), klein gehackt
  • 1 Zitrone
  • 1/2 Chilischote, gehackt
  • 1/2 TL Kreuzkümmel
  1. Den Spargel in feine Scheiben schneiden und in etwas Öl zusammen mit den Frühlingszwiebeln bei mittlerer Hitze bissfest garen.
  2. Die Zitrone auspressen, mit Chili, 2 EL Olivenöl vom Tintenfisch sowie Kreuzkümmel verrühren und darin das Gemüse mit dem Tintenfisch marinieren.
  3. In Gläsern anrichten und genießen.

Notes

Created - Vor 2 Jahren

This post has - 1 Anmerkung

  1. martinifirst hat diesen Eintrag von geschmackvollgeniessen gerebloggt
  2. von geschmackvollgeniessen gepostet
 
 
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